Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt
1. Häusliche Gewalt
Was ist häusliche Gewalt?
Häusliche Gewalt sind Angriffe in der Partnerschaft.
Ein Partner erlebt Gewalt durch den anderen Partner.
Darum nennt man häusliche Gewalt
auch Partner-Gewalt.
Die Opfer sind meistens Frauen.
Die Kinder sind dann auch immer Opfer
von häuslicher Gewalt.
Sie erleben dann oft selbst Gewalt
durch einen Eltern-Teil.
Oder sie leiden darunter,
weil ein Eltern-Teil Gewalt erlebt.
Welche Folgen kann häusliche Gewalt haben?
Die Folgen von häuslicher Gewalt sind verschieden.
Zum Beispiel:
- Verletzungen am Körper
- große Angst und andere psychische Probleme
- Einsamkeit
- Armut
Welche Formen von häuslicher Gewalt gibt es?
Häusliche Gewalt kann verschieden sein.
Körperliche Gewalt
Dazu gehört:
- Der Täter tritt und schlägt das Opfer.
- Der Täter schubst, würgt und schüttelt das Opfer.
- Der Täter verletzt das Opfer mit Waffen oder
anderen Dingen.
Sexualisierte Gewalt
Dazu gehört:
- Der Täter vergewaltigt das Opfer.
- Das Opfer muss sexuelle Handlungen machen,
die es nicht will. - Das Opfer muss Sex mit anderen Männern haben.
Psychische Gewalt
Dazu gehört:
- Der Täter beschimpft das Opfer.
- Das Opfer muss Dinge tun, die es nicht will.
- Der Täter bedroht das Opfer.
- Das Opfer darf keine eigenen Entscheidungen treffen.
Ökonomische Gewalt
Dazu gehört zum Beispiel:
- Das Opfer darf nicht arbeiten.
- Das Opfer muss eine Arbeit machen,
die es nicht will. - Das Opfer darf kein eigenes Geld haben.
Soziale Gewalt
Dazu gehört:
- Das Opfer darf keine anderen Menschen treffen.
- Das Opfer darf mit bestimmten Menschen
keinen Kontakt haben. - Das Opfer darf nicht selbst entscheiden,
mit wem es Kontakt hat. - Der Täter sperrt das Opfer zuhause ein.
Stalking
Stalking ist Englisch und heißt auf Deutsch:
nachstellen.
Dazu gehört:
- Der Täter wartet immer wieder auf das Opfer.
Zum Beispiel vor der Wohnung oder der Arbeit
vom Opfer. - Der Täter beobachtet und verfolgt das Opfer.
- Der Täter ruft das Opfer immer wieder an.
Oder schickt immer wieder Briefe oder Geschenke
mit der Post. - Der Täter überwacht das Opfer durch Programme
auf dem Handy.
2. Zwangs-Ehe
Einige Mädchen müssen Männer heiraten.
Sie wollen die Ehe aber nicht.
Das nennt man: Zwangs-Ehe.
Zwangs-Ehen sind in Deutschland verboten.
Aber Zwangs-Ehen gibt es auch für Mädchen
aus Deutschland.
Die Mädchen müssen in ihr Heimat-Land fahren.
Da müssen sie dann einen fremden Mann heiraten.
Auch in den Menschen-Rechten steht:
Eine Ehe darf kein Zwang sein.
Das heißt:
Man darf selbst entscheiden:
- ob man heiratet.
- wen man heiratet.
Die meisten Länder haben auch weitere Regeln
gegen Zwangs-Ehen unterschrieben.
Dazu gehören:
- Europäische Menschenrechts-Konvention
- UN-Kinderrechts-Konvention
- UN-Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form
von Diskriminierung der Frau
Mehr Infos und Hilfe
Infos und Beratung zu Zwangs-Ehen gibt es
bei der Fachstelle gegen Zwangsverheiratung
Fachstelle gegen Zwangsverheiratung.
https://www.zwangsheirat-nrw.de/
3. Genitalverstümmelung
Die Beschneidung von Frauen und Mädchen heißt:
Man entfernt Teile von ihren Geschlechts-Organen.
Meistens sind es die äußeren Scham-Lippen.
Die Beschneidungen sind gefährlich und nicht nötig.
Die Beschneidungen sind schlecht
für die Gesundheit.
Es kommt dabei oft zu weiteren Verletzungen.
Diese Beschneidungen sind darum Genital-Verstümmelungen.
Diese Beschneidungen gibt es in mehr als 30 Ländern.
Gründe für die Beschneidungen in den Ländern sind:
- Man hat die Beschneidungen bei Mädchen und Frauen schon immer so gemacht.
- Männer bestimmen, dass es die Beschneidungen geben muss.
Sie fragen die Frauen und Mädchen nicht
nach ihrer Meinung.
4. Digitale Gewalt
Das Internet wird immer wichtiger im Leben
von den meisten Menschen.
Leider gibt es Gewalt auch im Internet.
Das nennt man: Digitale Gewalt.
Dazu gehört zum Beispiel:
- Nachrichten mit Beleidungen an eine Opfer schicken
- Nackt-Fotos vom Opfer im Internet verbreiten
- Lügen über das Opfer im Internet verbreiten
Opfer von digitaler Gewalt sind oft:
- Frauen
- Menschen mit anderen Meinungen
- Menschen mit Behinderung
- Menschen aus fremden Ländern
- Menschen mit anderem Glauben
Digitale Gewalt gibt es oft zusätzlich zur Gewalt
im echten Leben.
Zum Beispiel:
Kinder aus einer Schule beleidigen und verletzen
eine Schülerin immer wieder.
Das nennt man Mobbing.
Das Mobbing geht im Internet weiter.
Die anderen Kinder schreiben böse Kommentare
unter Fotos von der Schülerin.
Oder sie beleidigen sie in Gruppen-Chats.
Man ist nicht allein, wenn man digitale Gewalt erlebt.
Man kann Hilfe bekommen.
Mehr Infos und Hilfe
Mehr Infos und Beratung zu digitaler Gewalt
finden Sie im Bereich Hilfe & Beratung.
